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Die
richtige Ernährung nach Bewegung fördert die Gesundheit
Sport wirkt
sich besonders dann günstig auf die Gesundheit aus, wenn man direkt
im Anschluss die richtige Ernährung wählt. Dabei kommt es offenbar
weniger auf eine geringe Kalorienmenge an als auf die Zusammensetzung
der Nahrungsmittel an: Vor allem kohlenhydratarme Mahlzeiten wirken
sich nach dem Sport günstig auf den Stoffwechsel aus, sollen US-Forscher
jetzt herausgefunden haben. Sport erhöht die Empfindlichkeit der
Körperzellen gegenüber Insulin, was das Risiko für Diabetes
und Herz-Kreislauf-Erkankungen verringern kann. Dieser Effekt wird durch
eine kohlenhydratarme Ernährung weiter verstärkt. Bei der sogenannten
Insulin-Resistenz sprechen die Zellen des Körpers vermindert auf
das Hormon Insulin an. Dies hat zur Folge, dass der Körper Zucker
aus der Nahrung schlechter aufnehmen und verwerten kann. Insulin-Resistenz
ist die Hauptursache für Typ-II-Diabetes und erhöht das Risiko
für weitere Erkrankungen, zum Beispiel chronische Herzkrankheiten.
Eine erhöhte Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber
Insulin führt dagegen dazu, dass Zucker vom Körper schnell aufgenommen
und entweder in Energie umgewandelt oder gespeichert wird. Horowitz und
sein Team untersuchten nun, wie sich körperliche Aktivität und
die Ernährung nach dem Sport auf verschiedene Stoffwechselprozesse
auswirkt. Dazu erhoben die Forscher von neun gesunden, körperlich
wenig aktiven Männern im Alter von 28 bis 30 Jahren an vier Tagen
Stoffwechseldaten. Beim ersten Test waren die Männer nicht körperlich
aktiv und nahmen den durchschnittlichen Tagesbedarf an Kalorien zu sich.
Zu den übrigen drei Zeitpunkten trieben sie morgens 90 Minuten lang
Sport und verzehrten anschließend jeweils unterschiedliche Mahlzeiten.
So konsumierten sie einmal den normalen Tagesbedarf an Kalorien mit einer
ausgewogenen Menge an Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten, am zweiten
Tag waren ausreichend Kalorien, aber eine geringe Menge an Kohlenhydraten
enthalten, und im dritten Fall enthielt die Nahrung wenig Kalorien und
eine relativ große Menge an Kohlenhydraten.
Bereits
die körperliche Aktivität führte dazu, dass die Körperzellen
besser auf das Hormon Insulin ansprachen und damit Zucker aus der Nahrung
besser verwerten konnten, zeigte die Auswertung. Dieser Effekt wurde durch
eine kohlenhydratarme Ernährung noch weiter verstärk. Eine kalorienarme
Ernährung hatte dagegen keinen Effekt auf die Insulin-Empfindlichkeit
der Zellen. Dies bedeutet, dass es nicht notwendig ist, nach dem Sport
zu fasten, damit sich dieser günstig auf die Gesundheit auswirkt.
Allerdings ist es vor allem für übergewichtige und fettleibige
Menschen wichtig, ihr Gewicht zu verringern, um den Zuckerstoffwechsel
zu normalisieren und damit ihre Gesundheit zu verbessern, betonen die
Forscher. In weiteren Studien wollen Horowitz und sein Team nun untersuchen,
wie sich Sport und Ernährung auf die Insulin-Empfindlichkeit bei
übergewichtigen auswirkt.
Jeffrey
Horowitz (University of Michigan, Ann Arbor) Journal of Applied Physiology
, doi: 10.1152/japplphysiol.01106.2009

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